In der früh hies es Abschied nehmen von Morro Bay, denn heute stand der angeblich schönste Highway auf dem Programm, der legendäre Highway Number one. Um es vorweg zu nehmen, wer bis fetzt die Bilder schon schön fand, der sollte lieber den Computer schnell wieder ausschalten, denn was heute an Bildern zu sehen ist, wird denjenigen vom Hocker hauen. An jeder Kurve kannste stehenbleiben und wieder sagen „Man ist das schön“, wie schon hundert mal vorher und wieder ein Foto und wieder vergisst du den Mund zuzumachen vor lauter Faszination. Zum Mittagessengab es bei so viel Schönheit nur ein Lokal: Lucia`Lodge. Dieses alte Lokal (leicht windschief) hat eine Terasse mit uneingeschränkten Blick auf die Küste und bietet die angeblich besten Fish and Chips der Küste an. Einziger Wermutstropfen, die Inhaber wissen auch dass sie einzigartig sind und lassen sich das fürstlich entlohnen (21 Dollar für panierten Fisch mit Pommes). Danach ging es weiter auf dem Highway No. 1. Schauen, Foto, Mund wieder zumachen, weiter. Irgendwann reicht es. Stell dir mal vor, je nach Gusto, du bist die ganze Zeit nur von schönen Grazien umgeben, oder halt von muskolösen Männern, irgendwann bist du richtig scharf darauf, endlich was hässliches vor die Linsen zu bekommen. Vorbei an Carmel und Monterey, viel zu schön, will ich heute nicht mehr sehen, ging es weiter Richtung Norden und dann sah ich schon von weitem zwei Schornsteine und als dann kurz davor noch ein Campgroundschild auftauchte, wußte ich, da bin ich richtig, da ist es hässlich. Und tatsächlich Moss Landing ist hässlich, dass man sich wundert, warum über so einen Ort die Sonne aufgehen kann. Auf Empfehlung der Campplatzbetreiber sollte ich zu Phil`s Fish Market essen gehen. Vorbei am Hafen, wo unzählige Fischkutter ankerten ging es zu Phil. Eine Halle nur zum Fischessen, hierher kommen Leute aus der ganzen San Francisco Bay Area, erzählten mir meine Tischnachbarn, die selber aus San Jose kamen (Nein liebe Susanne, die haben sich nicht verfahren). Ich bin um 16.30 Uhr dort gewesen und es war voll. Wenn du den Laden betritst, schau nicht auf den Boden, sondern stell dich in die Schlange und nimm dir eine Speisekarte. Such dir was raus und wenn du dran bist gib deine Bestellung auf, worauf du dann eine Nummer bekommst und dich an einen freien Platz setzen kannst. Das Essen wird dir dann gebracht und spätestens dann weist du warum der heutige Artikel den Titel trägt: Und sie können`s doch. Ich jedenfalls werde noch einen Tag länger in Moss Landing bleiben und mir morgen Carmel und Monterey anschauen und meine Sachen packen, da ich übermorgen den Camper in Oakland abgeben muß und wohin ich morgen zum Abendessen gehe, natürlich zu …. genau. Ciao sagt

Euer fischvernichtendes Cowboychen

Volker

PS: Ich wurde gefragt, ob ich in San Francisco wieder umdrehen möchte und die Strecke zurückfahren würde. Defenetiv nein! Ich kenne so viele Gegenden in Amerika, wo ich nochmal hin möchte und irgendwann will ich auch noch die Bitteroot Mountains sehen, die mir, was den amerikanischen Westen betrifft, noch unbekannt sind.

No. 1

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Lucia Lodge

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Aussicht von Lodge

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No. 1

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Phil`s Fish Market

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Fischlieferanten

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