Nichts, aber rein gar nichts wollte ich heute tun. Nur faul sein, lesen und ein bisschen entspannen bevor es morgen weitergeht. Der Yosemite wäre schon nochmal einen Tag wert gewesen, aber die lange Anfahrt (wegen Baustellen bis zu drei Stunden) schreckte mich dann doch ab. Also fuhr ich heute nur ca. fünf Meilen zum Bass Lake um mich im State Park dann, direkt am See niederzulassen und nichts zu tun, außer zu lesen, mich von der Sonne grillen zu lassen (35 Grad) und wenn die Jungs mir wieder zu nahe auf die pelle rückten sie zurechtzuweisen. Welche Jungs? Drei Entenjunggesellen haben mich wohl als paarungsfähiges Weibchen ausgemacht und umwarben mich. Ansonsten kann ich mir nicht erklären, warum die ständig um meine Füße ihren Ententanz aufführten und so völlig zutraulich waren. Als dann einer an meiner Hose zupfte, war Schluss und ich machte Ihnen unmissverständlich klar, dass ich keine Entanlady war und schon gar keine paarungswillige. Sorry Jungs, aber ich glaube ich bin auf der Suche nach was anderem. Endlich konnte ich mich wieder Hape widmen und was las ich da, dem war das lange alleine sein auch auf die Stimmung geschlagen, wie mir vor ein paar Tagen. Dann vielen mir wieder eure Kommentare ein und die nette Restaurantbekanntschaft (ein junggebliebenes älteres Ehepaar) von gestern abend, welche mir die frage stellte: „Wenn man so lange alleine reist, kriegt man da keinen Koller?“ Zufälle gibt es, außer euch wusste ja niemand von meinem Koller und gestern diese Frage und heute Hape. Als sich dann ein Zustand zwischen medium und well done bei mir einstellte ob der Hitze, machte ich mich auf die Suche nach einem Cafe/Lokal. In der Ortschaft Bass Lake entdeckte ich dann ein solches. Ein Nobelschuppen für die feinere Gesellschaft, wie mir schien und die Preise mir unmissverständlich klarmachten. Mir war es völlig egal, dass ich underdressed war, dass es teuer war dies war das einzige Lokal mit Seeblick und den wollte ich mir gönnen zu meinem Sandwich und meinem Cafe. Dass ich Sandwich und Cafe unter der Beobachtung der anderen Gäste zu mir nahm, war mir schnuppe. Ich genoss die Aussicht und im geheimen dachte ich mir: Tja ihr lieben, den Anblick müsst ihr jetzt ertragen und zwar bis zu meinem letzten Schluck. Am Campground zurückgekehrt habe ich dann die restliche Route festgelegt Nur soviel, morgen werde ich Fotos machen von den größten Bäumen der Welt und danach geht es Richtung Küste. Mehr verrate ich nicht.

Es grüßt euch, der bei Enten begehrte

Volker

Der Bass Lake

Der Bass Lake