Der letzte Tag fing ja schon mit dem Abend davor gut an. Denn ich war nicht alleine im Zimmer, denn ich hatte Besuch. Ich sag euch ein Fahrgestell, echt a schau, so was wollt ich schon immer mal haben und überhaupt die ganze Ausstrahlung. Ich sag euch eine wirklich gute Wahl, wenn jetzt noch die Klingel gegangen wäre, dann wer des Fahrradl echt perfekt gewesen. An was habts ihr jetzt gedacht, ha? In der früh schien schon die Sonne, sodass ich draußen frühstücken konnte, klärte anschließend mit dem Concierge meine Wünsche bezüglich Wake-up-call (4.30 Uhr) und das Taxi ab und machte mich dann mit meinem one night stand auf zu einer Abschiedstour durch San Francisco. Wieder viel mir der Abschied nicht leicht, zum einen, weil ich San Francisco für die schönste Stadt halte, von all den Städten die ich bisher gesehen habe (mit Ausnahme von München natürlich) und zum anderen weil der Urlaub zu Ende geht.
Ich hatte einmal ein seelisches Tief und ein paar mal fehlte schon ein Vertrauter mit dem du kommunizieren kannst, was mich zu dem Schluß kommen lies, für ein Einsiedlerleben bin ich nicht geeignet. Vielleicht hätte ich die Reise auch erst einen Monat später im Jahr beginnen sollen, da im Norden, doch noch recht viel Schnee lag und kalt war, aber ansonsten hab ich viel gesehen und erlebt. Hatte tolle Kontakte zu netten Menschen und einem frechen Pronghorn und zum anderen musste ich haarsträubende Abenteuer überstehen und dann war da ja noch diese grandiose Landschaft. Yellowstone, Black Hills, Yosemite Sequia, Highway No. 1, Lava Beds und und und, wirklich ein Traum. Was mir auch gefallen hat, ist, dass ich mit meiner kleinen Videokamera, euch etwas von dem ganzen weitergeben konnte und es anscheinend recht gut ankam, denn es haben zwar relativ wenig Kommentare geschrieben, aber die Leser waren doch überraschend viele und wer weis, vielleicht rafft sich ja der ein oder andere noch auf und schreibt. Ich jedenfalls habe die Zeit mit euch sehr genossen und ich weis jetzt schon, was mir in der früh abgehen wird. Wie es bei mir mit meinem Engagement bezüglich der Bauchfelldialyse weitergeht? Schaut ab und zu mal bei Dialyseontherocks vorbei und sobald sich was tut, werde ich es da veröffentlichen. Aber eigentlich bin ich ja noch nicht fertig mit San Francisco.
Zwei kulinarische Geheimtipps hätt ich da noch, bevor ich euch erzähle was ich heute angestellt habe: Ihr müsst unbedingt in Japantown zum essen gehen. Keine Touristen, sprich kein Nepp und schrottbillig und dann hätt ich da noch eine Bäckerei in North Beach (Italytown) Union street Ecke Grant Street, da hab ich mich des öfteren mit gutem Gebäck eingedeckt. Aber jetzt lieber Vater mach die Kiste aus. Aus? Ja? Okaydann mal los. Für die, welche die Lombard Street nicht kennen, vorweg nur diese Info. Meines wissens ist die Lombard Street die steilste und kurvenreichste Straße der Welt. Es sind nur 5mph Höchsgeschwindigkeit erlaubt und nur Autos dürfen da runter und Fahrräder, zumindest hab ich kein Verbotsschild wahrgenommen, was aber vielleicht auch daran lag, dass ich etwas zu schnell dran war, aber hätte ich vorher gesehen auf was ich mich da Einlass, wär ich wahrscheinlich abgestiegen. In jeder Kurve quitschten die Reifen und ich hatte mein Gewicht komplett nach hinten verlagert, sonst hätte ich mich wahrscheinlich überschlagen. Ein paar Leute haben tolle Fotos und ich kann sagen: Die Lombard bin ich auch schon runter, zu Fuß, mit dem Auto und mit dem Radl.
Wenn ihr ehrlich seid, ihr habt doch nichts anderes erwartet, oder?
42 Jahre und kein bisschen weise
Euer Volker



11. Juni 2010 at 08:36
Bye, bye, Bären, Bisons und Indianer.
Hi Volker,
heut` hast` wohl Nachtschicht eingelegt. Super, dass Du noch einen Kommentar geschrieben hast. Ich dachte schon etwas enttäuscht, da kommt heute kein Bericht mehr.
Ich dachte mir schon, dass Du zu den Wahnsinnigen gehörst, die Lombardstreet in halsbrecherischer Weise mit dem Fahrrad bewältigen. Die einen bewältigen die Berge normalerweise im Besteigen. Du bewältigst mutig, den Berg im Talrun. Ausdruck mangelhaft. Ich weis, es bressiert mir, da ist mir jetzt die Formulierung wurscht.
Vielen Dank für die super Bilder und Deine tollen, auch lustigen (Deine Ausdrucksweise), Reiseberichte. Ganz besonders möchte ich Deine menschliche offene Art, positiv erwähnen, die Du bei uns Deinen Fans nicht ausgelassen hast. Das machte mir jedenfalls Lust, Dir auch Kommentare zu hinterlegen und Dir das Gefühl zu geben, Du bist nicht allein.
Etwas Wehmut beschleicht auch mich.
Ich wünsche Dir einen guten Flug in der Hoffnung, mal live, etwas von Dir und Deiner Reise zu hören.
Liebe Grüße
Irene
11. Juni 2010 at 09:49
Hallo Volker,
schön war die Reise – auch für uns, die wir auf diese mediale Weise ein bisschen mitschnuppern konnten.
Die Weißwürst warten!
Bis bald
- die 2
11. Juni 2010 at 17:14
Lieber Volker,
tja schade…was les ich jetzt jeden Abend ??? Auf alle Fälle waren Deine Berichte wieder super zu lesen. Jetzt freu ich mich auf Deine Erzählungen (live). Lombard Street mit dem Radl…nein ich wundere mich nicht. Sowas kannst auch nur Du machen. Das nenn ich auf alle Fälle einen gelungenen Urlaub. Komm gut nach Hause!!!!München wartet…Liebe Grüße
B.
11. Juni 2010 at 19:37
Unser Cowboychen,
kimmt zruck, schad dass scho vorbei is…..
können uns nur anschließen es war eine Bereicherung Dich auf Deiner Reise via Blog begleiten zu dürfen und Martin weis jetzt auch was Blog-Leser von Reisenden erwarten
(hi, hi, hi…) komm gut heim, wir haben hier bestes Biergartenwetter und da komm a mim Radl hifoarn……
bis demnächst
Sabine, Martin & Daniel